Fortbildung

„Männer und das Land der (un)heimlichen Gefühle“ mit Björn Süfke

Wie prägen traditionelle Männlichkeitsbilder den Umgang von Männern mit ihren Gefühlen – und welche Konsequenzen hat das für Beratung, Prävention und das gesellschaftliche Miteinander? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unserer Fortbildung „Männer und das Land der (un)heimlichen Gefühle“ mit dem Psychologen und Autor Björn Süfke.

Männer stehen heute zwischen widersprüchlichen Rollenbildern: Zwischen „Nur Ja heißt Ja“ und der Faszination für „Alpha males“ suchen viele ihren Platz in einer sich wandelnden Geschlechterordnung. Björn Süfke zeigte eindrücklich, wie die kulturelle Erwartung, stark, beherrscht und rational zu sein, Männer vielfach von ihren eigenen Emotionen entfremdet – und wie dieses Muster auch in Beratungskontexten spürbar wird.

Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen Männer lernen dürfen, ihre Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken – als Voraussetzung für mehr Empathie, Selbstreflexion und Beziehungsfähigkeit. Für die Praxis in der Suchtprävention und Beratung heißt das: eine geschlechtersensible Haltung, die auch Männlichkeitsnormen kritisch hinterfragt und neue Handlungsspielräume eröffnet.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden für den offenen und anregenden Austausch!